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Verein

Wenn der Ball im Internet rollt

Wenn der Ball in der realen Welt nicht rollen darf, dann muss er es eben in der virtuellen tun! Das haben sich auch SSV-Fußballer aller Altersklassen gedacht, als sie sich am vergangenen Samstagabend zum zweiten SSV-FIFA-Turnier online verabredeten. Den im Videospiel "FIFA 21" ausgetragenen Wettbewerb entschied der B-Junioren-Kicker Niklas Graf für sich. Im Finale setzte er sich knapp mit 2:1 gegen Maurice Böser durch. Dritter wurde der Aktiven-Spieler André Kallenberg, der gemeinsam mit Maximilian Grundmann an den Start ging.

Der SSV hatte bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres ein FIFA(20)-Turnier für Interessierte im ganzen Verein ausgetragen. Eine rundum tolle Sache mit viel Spaß für Jung und Alt, so das damalige Resümee. Aufgrund dieser positiven Erfahrung war klar: Macht die Regierung die Schotten abermals dicht, ginge es schnurstracks wieder an die Konsole. Nach ein paar wenigen terminlichen Uneinigkeiten war es am Samstagabend dann endlich so weit: Das zweite SSV-interne FIFA-Turnier stand bevor. Neues FIFA, neues Glück - in der Zwischenzeit war mit "FIFA21" nämlich eine neue Version auf den Markt gekommen - dachten sich alle, bis auf einer: Der Vorjahresgewinner und somit klarer Favorit, Niklas Wanek, verzichtete auf eine Teilnahme. Nicht ganz freiwillig musste zusätzlich der hochgehandelte Moritz Zutz kurz vor Turnierbeginn absagen. Ihm ging beim Warmspielen die Playstation kaputt. Der Mediamarkt war zu und Zutz war raus. Eine Tragödie wie sie Shakespear in seinen besten Jahren nicht hätte zu Papier bringen können.

In Abwesenheit dieser beiden FIFA-Giganten stand Niklas Graf, der sich beim Premierenturnier erst im Finale hatte geschlagen geben müssen, bereits von Anfang an als Favorit fest. Mit diesem Druck schien er zunächst seine Probleme zu haben. Im zweiten Gruppenspiel hagelte es eine saftige 2:5-Niederlage gegen Christoph Entenmann. Graf schüttelte sich, gewann fortan beinahe jedes Spiel und kam souverän ins Finale. Entenmann, der während des Turniers zum Publikumsliebling in der WhatsApp-Gruppe avancierte, schied dagegen unglücklich als Gruppendritter aus. Seine Bilanz? Die Internetverbindung eines gegnerischen Teams sei an seinem Vorrundenaus schuld gewesen! Die Kritik richtete sich unweigerlich an das Zweierteam André und 'Foxy'. Den beiden war das allerdings schnurzpiepegal. Sie behielten den Fokus auf das Sportliche und manövrierten sich mit ihrem beeindruckenden Tandem-Spiel bis ins Halbfinale. Dieses verloren sie zwar, doch im Spiel um Platz drei erkämpften sie sich gegen Raphael Schreiner den sensationellen Bronzerang.

Während in der Todesgruppe A die Luzie abging, glich der Verlauf in der Gruppe B eher einer öden Bundesligasaison: Maurice Böser machte dem FC Bayern alle Ehre, indem er mit einer erschreckenden Leichtigkeit bis zum Finale jedes Spiel gewann. Zum Turniersieg reichte es aber trotzdem nicht. Bei seinem Kontrahenten Niklas Graf machte sich im goldenen Spiel die Finalerfahrung bemerkbar. Er bezwang Maurice zum denkbar besten Zeitpunkt mit 2:1. Ein krönender Abschluss eines sowohl sportlichen wie spaßigen Events.